Die israelische Wahlkommission hat die Auszählung sämtlicher Stimmen der Parlamentswahl abgeschlossen. Das vorläufige Wahlergebnis bleibt unverändert und führt zu einer Pattsituation in der Knesset. Weder der Regierungsblock noch der Oppositionsblock konnten die für eine absolute Mehrheit erforderlichen 61 Sitze erreichen.
Die rechte Regierungskoalition unter Benjamin Netanjahu kommt auf 53 Sitze im Parlament. Auf der anderen Seite steht die Opposition unter der Führung von Gadi Eisenkot, die insgesamt 48 Sitze besetzt. Da beide Blöcke die notwendige Mehrheit verfehlen, wird die bevorstehende Regierungsbildung als schwierig eingestuft.
Eine entscheidende Rolle könnten dabei die arabischen Parteien spielen, die ihr Ergebnis im Vergleich zur letzten Wahl fast verdoppeln konnten. Diese Parteien hätten theoretisch die Macht, beiden Seiten zu einer stabilen Mehrheit zu verhelfen. Damit agieren sie als potenzielle Zünglein an der Waage in den kommenden Verhandlungen.
Eine Koalition mit den arabischen Parteien ist jedoch ungewiss. Benjamin Netanjahu hatte eine Zusammenarbeit mit ihnen bereits im Vorfeld der Wahl ausgeschlossen. Gleichzeitig betrachtet auch die Opposition eine mögliche Koalition mit den arabischen Parteien kritisch, was den Weg zu einer neuen Regierung erschwert.



