In Jena kam es im Zuge eines Auftritts des Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke zu massiven Protestaktionen. Tausende Menschen versammelten sich in der Stadt, um gegen den Politiker zu demonstrieren. Die Lage spitzte sich zu, als mehrere Straßensitzblockaden gebildet wurden.
Die Polizei löste diese Blockaden mit Gewalt auf, wobei Pfefferspray und Schlagstöcke zum Einsatz kamen. Laut Angaben der Polizeibehörden wurden bei diesen Maßnahmen vier Beamte verletzt. Die Sicherheitskräfte mussten die Gewalt anwenden, um die Wege wieder freizumachen.
Kritik an dem Vorgehen kam vom Bündnis »Rechtsruck stoppen«. Die Organisation wirft der Polizei vor, einen unverhältnismäßigen Einsatz der Mittel gewählt zu haben. Damit stehen die polizeilichen Maßnahmen im Zentrum der öffentlichen Diskussion über die Verhältnismäßigkeit.
Parallel zu den Ausschreitungen im Außenbereich verlief der geplante Bürgerdialog von Björn Höcke problematisch. Aufgrund eines Stromausfalls stand der AfD-Chef am Ende ohne Mikrofon in einem dunklen Saal. Dieser technische Defekt beeinträchtigte den Ablauf der Veranstaltung erheblich.


